Wareneingang - Receiving Operations

Professionelle und qualitätsorientierte Wareneingangsabwicklung bei Georg Fischer

Wareneingang Übersicht

Wareneingangs-Ablauf bei Georg Fischer

1

Vorbereitung

Sortierung und Dekonsolidierung außerhalb WMS

2

WE-Aviso

Empfang von SAP-Daten im WMS

3

WE-Buchung

Automatisch oder manuell am PC-Client

4

LHM-Zuweisung

Palette oder Behälter zuweisen

5

Einlagerung

Automatische Einlagerung in HRL/AKL

Wichtige Fakten

Durchschnittliche Bearbeitungszeit

2-5 Minuten pro Position

Täglicher Durchsatz

800-1200 WE-Positionen

Genauigkeitsrate

99.8% korrekte Buchungen

Beteiligte Arbeitsplätze

3 WE-Arbeitsplätze aktiv

Systemintegration

SAP

Bestellungen (YELD)
Fertigung (YDIG)

WMS

WE-Aviso
Buchungsverarbeitung

Fördertechnik

Automatische
Einlagerung

Lager

HRL/AKL
Bestandsführung

Geplanter Wareneingang

Merkmale geplanter Wareneingänge

Daten vom Hostsystem

Vollständige SAP-Übertragung mit WE-Aviso

Präfix vom Host

Automatisch generierte Kennzeichnung

Vollständige Stammdaten

Artikel-Informationen bereits verfügbar

Schritt-für-Schritt Anleitung - Geplanter WE

1. Wareneingangsübersicht öffnen

Menüpfad: Wareneingang > Wareneingangsübersicht

• WE-Aviso in der Liste suchen

• Filter nach Bestellnummer/Lieferant verwenden

• Status "Aktiv" oder "Laufend" prüfen

2. Position bearbeiten

WE-Aviso markieren und "Positionen..." klicken

• Artikel-Details kontrollieren

• Gelieferte Menge mit Bestellung abgleichen

• LHM-Nummer eingeben oder scannen

3. Buchung durchführen

Alle Daten prüfen und Buchung bestätigen

• Qualitätsstatus setzen (frei/gesperrt)

• Lagerbereich bestätigen (HRL/AKL)

• "Buchen" Schaltfläche betätigen

4. LHM auf Fördertechnik aufgeben

Physische Übergabe an automatisches System

• Etikett drucken (falls erforderlich)

• LHM am richtigen Aufgabepunkt platzieren

• Automatische Einlagerung abwarten

Automatische WE-Buchung am I-Punkt

Voraussetzungen für Automatik:

  • WE-Aviso enthält LHM-Nummer
  • Einfach-sektoriertes LHM
  • Vollständige Stammdaten vorhanden
  • Automatik-Freigabe aktiviert

Vorteile der Automatik:

  • Keine manuelle Dateneingabe
  • Schnellste Bearbeitungszeit
  • Minimale Fehlerquote
  • Optimaler Systemdurchsatz

Ungeplanter Wareneingang

Merkmale ungeplanter Wareneingänge

Keine Hostsystem-Daten

Vollständige manuelle Erfassung erforderlich

Präfix "WMSR"

WMS-Reserviert für interne Kennzeichnung

Manuelle Dateneingabe

Alle Informationen durch Mitarbeiter

Anwendungsfälle für ungeplante WE

Notlieferungen

Dringende Nachlieferungen ohne Voranmeldung

Fundware

Nicht zuordenbare Artikel im Lager

Korrekturen

Nachträgliche Erfassung vergessener Lieferungen

Sonderlieferungen

Einmalige Lieferungen außerhalb Standard-Prozess

Schritt-für-Schritt Anleitung - Ungeplanter WE

1. Vorbereitung

Alle erforderlichen Informationen sammeln

• Artikelstammdaten prüfen/erstellen

• Lagerbereich definieren (HRL/AKL)

• Qualitätsstatus festlegen

• Kostenstellenzuordnung klären

2. WE-Aviso erstellen

Menü: Wareneingang > Ungeplanter Wareneingang

• "Neuer Wareneingang" klicken

• Kopfdaten eingeben (Lieferant, Datum, Referenz)

• "Speichern" bestätigen

3. Positionen erfassen

Vollständige Artikel-Informationen eingeben

• "Position hinzufügen" klicken

• Artikelnummer, Beschreibung, Menge eingeben

• Einheit und Qualitätsstatus setzen

• LHM zuweisen und buchen

Validierungs-Checkliste für ungeplante WE

Wareneingang Arbeitsplätze

Verfügbare Arbeitsplätze bei Georg Fischer

WE Arbeitsplatz AKL 1

Behälter mit Waage

Ausstattung:

  • PC-Client mit WMS-Zugang
  • Integrierte Waage
  • Barcode-Scanner
  • Etikettendrucker

Aufgabepunkte:

  • 270mm Behälter (große Behälter)
  • 170mm Behälter (kleine Behälter)

WE Arbeitsplatz AKL 2

Behälter mit Waage

Identisch mit AKL 1:

  • Parallele Bearbeitung möglich
  • Gleiche Konfiguration
  • Backup-Funktionalität
  • Kapazitätserweiterung

WE Arbeitsplatz Extern

Paletten-Arbeitsplatz

Spezifikation:

  • Flexibel positionierbar
  • Ein Aufgabepunkt für Paletten
  • Organisatorischer Transport
  • HRL-Einlagerung

Arbeitsabläufe im Vergleich

Schritt AKL-Arbeitsplätze Externer Arbeitsplatz
1 Leer-LHM von Fördertechnik abnehmen Palette mit Ware bereitstellen
2 Ware in Behälter einlegen WE-Buchung am PC durchführen
3 WE-Buchung mit Gewichtsprüfung Palette organisatorisch transportieren
4 Behälter auf Fördertechnik aufgeben Aufgabe auf Palettenfördertechnik
5 Automatische Einlagerung ins AKL Automatische Einlagerung ins HRL

Arbeitsplatz-Optimierung

Ergonomie

  • Optimale Beleuchtung für Artikel-Erkennung
  • Ergonomische Anordnung der Bedienelemente
  • Ausreichende Ablageflächen für Aufträge
  • Kurze Wege zwischen Entnahmepunkten

Technische Ausstattung

  • Barcode-Scanner für Artikel-Identifikation
  • Waagen für automatische Mengenprüfung
  • Bildschirm für Auftragsanzeige
  • Drucker für Etiketten und Listen

Effizienz

  • Parallele Bearbeitung mehrerer Aufträge
  • Batch-Verarbeitung ähnlicher Artikel
  • Vorbereitung der nächsten LHM
  • Regelmäßige Arbeitsplatz-Wartung

Qualitätsprüfung im Wareneingang

Qualitätsstatus-Verwaltung

Frei

Sofort verwendbar für alle Prozesse

Kriterien:
  • Vollständige Qualitätsprüfung bestanden
  • Alle Dokumente verfügbar
  • Keine Mängel festgestellt

Gesperrt

Qualitätsprüfung erforderlich

Gründe:
  • Routineprüfung noch ausstehend
  • Verdacht auf Qualitätsmangel
  • Dokumentation unvollständig
🔒

Quarantäne

Sonderprüfung erforderlich

Anlässe:
  • Reklamation vom Kunden
  • Produktionsfehler vermutet
  • Kritische Sicherheitskomponente

Verworfen

Nicht verwendbar

Gründe:
  • Qualitätsmangel bestätigt
  • Beschädigung nicht reparierbar
  • Haltbarkeitsdatum überschritten

Qualitätsprüfungs-Prozess

1

Prüfung anordnen

Ware auf Qualitätsprüfung setzen

• Status "Gesperrt" oder "Quarantäne" setzen

• Grund für Prüfung dokumentieren

• Prüfverantwortlichen benachrichtigen

2

Prüfung durchführen

Qualitätsprüfer führt Kontrolle durch

• Vollständigkeit prüfen

• Optische Kontrolle durchführen

• Funktionsprüfung (falls erforderlich)

• Dokumentation validieren

3

Ergebnis dokumentieren

Prüfergebnis im System erfassen

• Prüfprotokoll erstellen

• Mängel detailliert beschreiben

• Maßnahmen empfehlen

• Freigabe oder Sperrung veranlassen

4

Status setzen

Endgültigen Qualitätsstatus zuweisen

• "Frei" bei bestandener Prüfung

• "Verworfen" bei Qualitätsmangel

• "Quarantäne" für weitere Prüfung

• Betroffene Bereiche informieren

Qualitätsarbeitsplatz

Arbeitsplatz-Ausstattung

Prüfgeräte

Mess- und Prüfmittel für verschiedene Artikel

Dokumentation

Prüfprotokolle und Checklisten

PC-Zugang

WMS-System für Status-Änderungen

Lagerplätze

Gesonderte Bereiche für Prüfware

Arbeitsablauf Qualitätsprüfung

  1. Prüfauftrag im System empfangen
  2. Ware aus Lager zur Prüfung bereitstellen
  3. Prüfung gemäß Vorgaben durchführen
  4. Ergebnis in Prüfprotokoll dokumentieren
  5. Status im WMS entsprechend setzen
  6. Ware zur Weiterleitung oder Sperrung kennzeichnen

Störungsbehandlung Wareneingang

Häufige Störungsarten

System-Störungen

WE-Aviso nicht vorhanden

SAP-Übertragung fehlgeschlagen oder verzögert

Lösung: Manuell ungeplanten WE erstellen
Artikelstammdaten fehlerhaft

Unvollständige oder falsche Artikel-Informationen

Lösung: Stammdaten-Verantwortlichen kontaktieren
LHM-Nummer nicht lesbar

Barcode beschädigt oder unleserlich

Lösung: Neues Etikett drucken und aufkleben
Fördertechnik-Störung

Technische Probleme bei automatischer Einlagerung

Lösung: Wartung informieren, manuell einlagern

Prozess-Störungen

Falsche Ware geliefert

Artikel stimmt nicht mit Bestellung überein

Lösung: Lieferant kontaktieren, Ware sperren
Beschädigte Ware

Transportschäden oder Qualitätsmängel

Lösung: Qualitätsprüfung einleiten, dokumentieren
Fehlende Dokumentation

Lieferschein oder Zertifikate unvollständig

Lösung: Ware sperren, Unterlagen nachfordern
Arbeitsplatz nicht verfügbar

Technischer Ausfall oder Wartung

Lösung: Ausweicharbeitsplatz nutzen

Eskalations-Prozess bei Störungen

1

Mitarbeiter

Sofort - 15 min

Eigenständige Problemlösung

  • Standard-Störungen nach Checkliste
  • Einfache System-Probleme
  • Alternative Arbeitsverfahren
2

Schichtführer

15 min - 1 Stunde

Operative Koordination

  • Ressourcen-Umverteilung
  • Ausweichverfahren aktivieren
  • Lieferanten kontaktieren
  • Qualitätsprüfung einleiten
3

Lagerleiter

1 - 4 Stunden

Strategische Entscheidungen

  • Externe Dienstleister beauftragen
  • Prozess-Änderungen genehmigen
  • Kundenabsprachen treffen
  • Investitionsentscheidungen
4

Management

4+ Stunden

Grundsätzliche Änderungen

  • System-Upgrades genehmigen
  • Vertragsverhandlungen
  • Budgetfreigaben
  • Strategische Neuausrichtung

Notfall-Verfahren

Kompletter Systemausfall

  1. Papier-WE-Scheine verwenden
  2. Manuelle Erfassung aller Daten
  3. Temporäre Lagerung organisieren
  4. Nach Wiederherstellung nachbuchen
Benötigte Ressourcen:
  • Papier-Formulare für WE
  • Zusätzliches Personal
  • Temporäre Lagerplätze
  • Alternative Kommunikationswege

Teilausfall Fördertechnik

  1. Manuelle Einlagerung organisieren
  2. Prioritäten nach Dringlichkeit setzen
  3. Ausweicharbeitsplätze aktivieren
  4. Kapazität entsprechend anpassen
Benötigte Ressourcen:
  • Zusätzliche Stapler
  • Erfahrene Staplerfahrer
  • Mobile Arbeitsplätze
  • Koordinations-Personal

Präventionsmaßnahmen

Regelmäßige Wartung

  • Wöchentliche System-Checks
  • Monatliche Hardware-Inspektionen
  • Quartalsweise Vollwartung
  • Jährliche Systemupdates

Mitarbeiter-Schulungen

  • Grundschulung für neue Mitarbeiter
  • Auffrischungskurse
  • Störungsbehandlung-Training
  • Notfall-Verfahren-Übungen

Dokumentation

  • Aktuelle Arbeitsanweisungen
  • Störungsbehandlung-Leitfäden
  • Kontaktlisten pflegen
  • Lessons Learned dokumentieren