Kommissionierung - Betriebsabläufe
Effiziente Kommissionier-Strategien und Picking-Prozesse bei Georg Fischer
Kommissionierung Übersicht
Kommissionierungs-Arten bei Georg Fischer
Fertigungsauftrag-Kommissionierung
Zweck: Materialbereitstellung für Produktion
Merkmale:
- Termingerechte Lieferung an Arbeitsplätze
- Mengengenaue Bereitstellung
- Qualitätskontrolle der Materialien
- SAP-Integration für Rückmeldungen
Kanban-Kommissionierung
Zweck: Bedarfsorientierte Bereitstellung
Merkmale:
- Automatische Nachbestellung
- Kleine Losgrößen
- Kontinuierlicher Materialfluss
- Hohe Frequenz, kurze Zykluszeiten
Einzelteil-Kommissionierung
Zweck: Spezifische Teile für Sonderanforderungen
Merkmale:
- Beistellprozesse für Fertigung
- Kostenstellenbezogene Entnahmen
- Direkte Arbeitsplatzversorgung
- Flexible Mengen und Artikel
Standard-Kommissionierungs-Ablauf
Auftrag empfangen
Kommissionsübersicht öffnen und Auftrag auswählen
Positionen prüfen
Artikel, Mengen und Lagerplätze kontrollieren
Entnahme durchführen
Artikel nach Strategie kommissionieren
Qualitätskontrolle
Mengen und Artikel-Identität prüfen
Bereitstellung
Kommissionierte Ware an Zielort liefern
Leistungskennzahlen
Picks per Hour
Entnahmen pro Stunde je Mitarbeiter
Durchlaufzeit
Von Auftragsstart bis Bereitstellung
Genauigkeitsrate
Korrekte Kommissionierungen
Laufwege
Durchschnittliche Wege pro Auftrag
Kommissionier-Strategien
FIFO-Strategie (First In, First Out)
Grundprinzip
Älteste Bestände werden zuerst entnommen um Verderb und Alterung zu vermeiden
Vorteile:
- Optimale Lagerrotation
- Vermeidung von Schwund
- Qualitätssicherung durch Umschlag
- Compliance mit Haltbarkeitsvorschriften
Umsetzung im System
- System schlägt ältesten Bestand vor
- Prüfung der Haltbarkeit und Qualität
- Entnahme entsprechend FIFO-Reihenfolge
- Dokumentation der Entnahme mit Zeitstempel
FIFO-Zeitfenster
Flexible Zeitfenster ermöglichen Entnahme-Toleranzen:
- Kritische Artikel: Exakte FIFO-Einhaltung
- Standard-Artikel: ±2 Tage Toleranz
- Langzeit-Artikel: ±1 Woche Toleranz
Mengenregel-Strategie
Grundprinzip
Optimale Mengen für maximale Entnahme-Effizienz und Minimierung von Anbruch-Beständen
Mengenregeln-Priorität:
- Komplette LHM vor Teilentnahmen
- Große Mengen vor kleinen Mengen
- Zusammenhängende Lagerplätze bevorzugt
- Minimierung von Lagerbewegungen
Konfiguration
Prioritäts-Strategien
Termin-Priorität
Dringlichkeit nach Liefertermin und Kundenanforderungen
- Express-Aufträge: Sofortige Bearbeitung
- Tagestermin: Priorität über Normalbetrieb
- Standard: Normale Bearbeitungsreihenfolge
Kunden-Priorität
Wichtigkeit basierend auf Kundenkategorien
- VIP-Kunden: Bevorzugte Behandlung
- Großkunden: Hohe Priorität
- Standard-Kunden: Normale Bearbeitung
Artikel-Priorität
Kritikalität spezifischer Artikel oder Artikelgruppen
- Kritische Komponenten: Höchste Priorität
- Sicherheitsbestände: Sonderbehandlung
- Standard-Artikel: Normale Bearbeitung
Dynamische Prioritätenanpassung
Automatische Anpassung
Prioritäten ändern sich automatisch bei Terminänderungen
Eskalations-Mechanismen
Automatische Prioritätserhöhung bei Verzögerungen
Echtzeitaktualisierung
Sofortige Anpassung bei neuen Informationen
Fertigungsauftrag-Kommissionierung
Prozess-Charakteristika
Vollständige Materialbereitstellung
Alle benötigten Materialien für einen Produktionsauftrag
Termingerechte Lieferung
Pünktliche Bereitstellung zum geplanten Produktionsstart
Mengengenaue Kommissionierung
Exakte Mengen entsprechend Stückliste
Arbeitsplatz-spezifische Bereitstellung
Direkte Lieferung an den Produktionsarbeitsplatz
Arbeitsablauf Fertigungsauftrag-Kommissionierung
Fertigungsauftrag auswählen
Menüpfad: Warenausgang > Kommissionsübersicht
Auswahlkriterien:
- Produktionstermin beachten
- Priorität des Auftrags prüfen
- Materialverfügbarkeit kontrollieren
- Arbeitsplatz-Kapazität berücksichtigen
Positionen prüfen und freigeben
Alle Auftragspositionen auf Vollständigkeit und Verfügbarkeit prüfen
Prüfpunkte:
- Artikel-Verfügbarkeit im Lager
- Qualitätsstatus der Artikel
- Reservierungen und Sperrungen
- Vollständigkeit der Stückliste
Entnahme-Reihenfolge optimieren
Effiziente Route durch das Lager planen
Optimierungsfaktoren:
- Lagerplatz-Entfernungen minimieren
- FIFO-Strategie berücksichtigen
- Artikel-Gewichte und -Größen beachten
- Zerbrechlichkeit und Stapelbarkeit
Systematische Entnahme
Artikel entsprechend optimierter Reihenfolge kommissionieren
Entnahme-Protokoll:
- Barcode-Scan für Artikel-Identifikation
- Mengenbestätigung per System
- Qualitätskontrolle bei der Entnahme
- Sofortige Buchung der Bewegung
Mengen kontrollieren
Kommissionierte Mengen gegen Auftrag validieren
Kontrollmechanismen:
- Waagen-Kontrolle bei gewichtsrelevanten Artikeln
- Stückzahl-Verifikation
- Cross-Check mit Auftragsdaten
- Differenzen-Protokollierung
Vollständigkeitsprüfung
Finale Kontrolle aller Auftragspositionen
Prüfungsumfang:
- 100% Vollständigkeit erforderlich
- Artikel-Qualität entsprechend Spezifikation
- Verpackung und Kennzeichnung korrekt
- Dokumentation vollständig
Bereitstellung für Arbeitsplatz
Transport und Übergabe an Produktionsarbeitsplatz
Bereitstellungs-Prozess:
- Kennzeichnung für Ziel-Arbeitsplatz
- Termingerechte Anlieferung
- Übergabe an Produktions-Mitarbeiter
- SAP-Rückmeldung automatisch
Besonderheiten bei Fertigungsaufträgen
Terminbindung
Feste Liefertermine müssen eingehalten werden. Verspätungen können Produktionsstillstand verursachen.
Vollständigkeitsprüfung
Alle Auftragspositionen müssen verfügbar sein. Unvollständige Aufträge blockieren die Produktion.
Arbeitsplatz-Zuordnung
Spezifische Zielorte je nach Produktionsschritt und Arbeitsplatz-Konfiguration.
SAP-Rückmeldung
Sofortige automatische Rückmeldung an SAP für Materialverbrauch und Produktionsplanung.
Kanban-Kommissionierung
Kanban-Prinzipien bei Georg Fischer
Bedarfsorientierte Bereitstellung
Material wird nur bei tatsächlichem Bedarf nachgeliefert - kein Überbestand, keine Verschwendung.
Kleine Losgrößen
Häufige, kleine Lieferungen statt seltener Großlieferungen für besseren Materialfluss.
Kontinuierlicher Nachschub
Ununterbrochener Materialfluss durch automatische Bestellauslösung bei Unterschreitung von Mindestbeständen.
Automatische Auslösung
System-gesteuerte Kanban-Signale basierend auf Verbrauch und Bestandsniveaus.
Kanban-Kommissionierungs-Ablauf
1. Kanban-Signal empfangen
Automatische Benachrichtigung über Materialbedarf
- Mindestbestand unterschritten
- Verbrauch erreicht Nachbestellpunkt
- Leere Kanban-Behälter erkannt
- Zeitbasierte Auslösung
2. Bedarfsmenge ermitteln
Automatische Berechnung der optimalen Nachliefermenge
- Aktueller Bestand am Arbeitsplatz
- Durchschnittlicher Verbrauch
- Sicherheitsbestand
- Container-Größen
3. Schnelle Entnahme
Prioritäre Bearbeitung für kontinuierlichen Materialfluss
- Höchste Priorität in Arbeitsplatz-Queue
- Standardisierte Entnahme-Routen
- Vorbefüllte Container verwenden
- Minimal-Handling-Prinzip
4. Direkte Bereitstellung
Sofortige Lieferung an den anfragenden Arbeitsplatz
- Direkter Transport durch Kommissionierer
- Automatische Fördertechnik
- Milkrun-Touren für mehrere Arbeitsplätze
- Express-Lieferung bei kritischen Artikeln
5. Kanban-Karte aktualisieren
System-Update für kontinuierliche Bestandsführung
- Lieferung bestätigen
- Neuen Bestand registrieren
- Nächsten Nachbestellpunkt berechnen
- Performance-Daten erfassen
Charakteristika der Kanban-Kommissionierung
Vorteile
- Reduzierte Lagerbestände
- Kontinuierlicher Materialfluss
- Minimierte Rüstzeiten
- Automatisierte Nachbestellung
- Reduzierte Verschwendung
- Verbesserte Planbarkeit
Herausforderungen
- Hohe Frequenz der Aufträge
- Kurze Reaktionszeiten erforderlich
- Präzise Bedarfsprognosen notwendig
- Abhängigkeit von System-Verfügbarkeit
- Komplexe Koordination bei vielen Artikeln
- Schulungsaufwand für Mitarbeiter
Kanban-Optimierung
Bestandsoptimierung
Ziel: Minimale Bestände bei 100% Verfügbarkeit
- Dynamische Anpassung der Kanban-Mengen
- Saisonale Schwankungen berücksichtigen
- ABC-Analyse für Prioritätsfestlegung
- Kontinuierliche Verbrauchsanalyse
Prozessoptimierung
Ziel: Maximale Effizienz bei minimalen Kosten
- Batch-Kommissionierung ähnlicher Artikel
- Optimierte Milkrun-Routen
- Standardisierung der Behältergrößen
- Automatisierung wiederkehrender Aufgaben
System-Integration
Ziel: Nahtlose Integration in Produktionsabläufe
- Real-time Verbrauchserfassung
- Predictive Analytics für Bedarfsprognosen
- IoT-Sensoren für automatische Signale
- Mobile Apps für Arbeitsplatz-Kommunikation
Pick-by-Light System
System-Beschreibung
LED-Anzeigen
Leuchtdioden an jedem Lagerplatz zeigen Entnahme-Positionen an
- Rote LED: Aktive Entnahme-Position
- Grüne LED: Bestätigte Position
- Blinkende LED: Aufmerksamkeit erforderlich
- Dimmbare LEDs: Verschiedene Prioritäten
Display-Anzeigen
Digitale Anzeigen zeigen Mengen und zusätzliche Informationen
- Entnahme-Menge
- Artikel-Nummer
- Auftragsnummer
- Sonderanweisungen
Bestätigungs-Taster
Berührungsempfindliche Buttons für Entnahme-Bestätigung
- Entnahme bestätigen
- Korrekturen eingeben
- Probleme melden
- Hilfe anfordern
Sensor-Integration
Gewichts- und Bewegungssensoren für automatische Erkennung
- Gewichtssensoren für Mengenprüfung
- Lichtschranken für Entnahme-Erkennung
- Näherungssensoren für Anwesenheit
- Kamera-Systeme für Qualitätskontrolle
Pick-by-Light Arbeitsablauf
Auftrag am System starten
Arbeitsauftrag am zentralen Terminal oder mobilen Gerät auswählen
- Barcode-Scan der Auftragsnummer
- Benutzer-Authentifizierung
- Arbeitsplatz-Zuordnung bestätigen
- System-Initialisierung abwarten
LED-Anzeige leuchtet auf
Rote LED am ersten Entnahme-Lagerplatz wird aktiviert
- Optische Führung zum richtigen Lagerplatz
- Display zeigt Entnahme-Menge
- Zusätzliche Informationen bei Bedarf
- Akustisches Signal bei wichtigen Positionen
Artikel entnehmen
Artikel entsprechend angezeigter Menge aus dem Lagerplatz entnehmen
- Menge gemäß Display entnehmen
- Artikel-Qualität visuell prüfen
- Bei Unstimmigkeiten System informieren
- Ergonomische Entnahme-Techniken anwenden
Menge über Display prüfen
Entnommene Menge mit Soll-Menge abgleichen
- Soll-Ist-Vergleich durchführen
- Bei Abweichungen Korrektur eingeben
- Gewichtskontrolle nutzen (falls verfügbar)
- Qualitätsprüfung dokumentieren
Bestätigung durch Tastendruck
Entnahme durch Drücken des Bestätigungs-Tasters bestätigen
- Grünen Bestätigungs-Taster drücken
- LED wechselt von rot auf grün
- System registriert erfolgreiche Entnahme
- Automatische Buchung im WMS
Nächste Position wird angezeigt
System aktiviert automatisch die nächste Entnahme-Position
- Neue rote LED leuchtet auf
- Optimierte Route zum nächsten Lagerplatz
- Kontinuierlicher Arbeitsfluss
- Auftrag bis zur Vollendung fortsetzen
Vorteile des Pick-by-Light Systems
Fehlerreduzierung
Visuelle Führung eliminiert Verwechslungen und Entnahme-Fehler
Geschwindigkeit
Schnelle Identifikation und papierlose Abwicklung
Ergonomie
Natürliche Arbeitsweise ohne Papier oder Handheld-Geräte
Flexibilität
Verschiedene Auftragsarten und dynamische Priorisierung
Fehlerbehebung Pick-by-Light
LED leuchtet nicht
- Stromversorgung unterbrochen
- Defekte LED-Einheit
- Kommunikationsfehler
- Software-Problem
- System-Reset durchführen
- Stromversorgung prüfen
- Manuelle Entnahme mit Dokumentation
- Techniker informieren
Falsche Menge angezeigt
- Bestandsabweichung im System
- Artikel-Verwechslung
- Verpackungseinheit nicht berücksichtigt
- Veraltete Stammdaten
- Bestand manuell prüfen und korrigieren
- Artikelnummer gegen Stammdaten abgleichen
- Tatsächliche Menge eingeben
- Inventory-Team informieren
Bestätigung nicht möglich
- Defekter Bestätigungs-Taster
- System nicht bereit
- Auftrag bereits abgeschlossen
- Benutzer-Berechtigung fehlt
- Alternative Bestätigung über Terminal
- System-Status prüfen
- Auftragsstatus validieren
- Wartung benachrichtigen
Kommissionier-Optimierung
Produktivitätssteigerung bei Georg Fischer
Systematische Ansätze zur Verbesserung der Kommissionier-Performance durch Prozessoptimierung, Technologie-Einsatz und kontinuierliche Verbesserung.
Optimierungsbereiche
Wegeoptimierung
Ziel: Minimierung der Laufwege
Methoden:
- ABC-Analyse für Lagerplatz-Zuordnung
- Dynamische Tourplanung
- Pick-Pfad-Optimierung
- Batch-Pick für ähnliche Aufträge
Performance-Monitoring
Ziel: Kontinuierliche Leistungsverbesserung
Kennzahlen:
- Picks pro Stunde (PPH)
- Fehlerquote pro Mitarbeiter
- Auftragsdurchlaufzeit
- Leerweg-Anteil
Slotting-Optimierung
Ziel: Optimale Artikel-Positionierung
Faktoren:
- Umschlagshäufigkeit
- Artikel-Affinität
- Ergonomische Gesichtspunkte
- Seasonal-Adjustments
Mitarbeiter-Entwicklung
Ziel: Skill-Entwicklung und Motivation
Maßnahmen:
- Regelmäßige Schulungen
- Gamification-Ansätze
- Performance-Feedback
- Cross-Training Programme
Performance-Kennzahlen (KPIs)
Produktivitäts-KPIs
Qualitäts-KPIs
Optimierungs-Techniken
Batch-Picking
Mehrere Aufträge werden gleichzeitig kommissioniert, um Synergien zu nutzen und Laufwege zu reduzieren.
- Reduzierte Laufwege durch gemeinsame Picking-Touren
- Höhere Effizienz bei großen Auftragsvolumen
- Bessere Ressourcennutzung
- Skalierbarkeit für unterschiedliche Auftragsgrößen
- Intelligente Batch-Bildung basierend auf Artikel-Affinität
- Dynamische Anpassung der Batch-Größe
- Integration mit Pick-by-Light-System
- Automatische Sortierung nach Aufträgen
Zone Picking
Das Lager wird in Zonen unterteilt, wobei jeder Mitarbeiter für eine spezifische Zone verantwortlich ist.
- Spezialisierung der Mitarbeiter auf bestimmte Produktbereiche
- Parallele Bearbeitung von Aufträgen
- Reduzierte Reisezeiten innerhalb des Lagers
- Verbesserte Produktkenntnis
- Zone A: Schnelldreher (HRL-Bereich)
- Zone B: Mitteldreher (AKL-Bereich)
- Zone C: Langsamdreher (Bodenlager)
- Zone D: Sonderartikel (Kühlbereich)
Wave Planning
Strategische Planung von Kommissionier-Wellen basierend auf Prioritäten, Ressourcen und Terminen.
- Liefertermine und Kundenprioritäten
- Verfügbare Mitarbeiter-Kapazitäten
- Lagerplatz-Verteilung der Artikel
- Versand-Cutoff-Zeiten
- Minimierung der Laufwege durch intelligente Reihenfolge
- Ausbalancierung der Arbeitsbelastung
- Berücksichtigung von Ressourcen-Constraints
- Flexibilität für Last-Minute-Änderungen
Optimierungs-Tools & Software
WMS Analytics Dashboard
- Real-time Performance Monitoring
- Historische Trend-Analyse
- Benchmark-Vergleiche
- Automatische Alert-Generierung
Pick Path Optimizer
- Algorithmische Weg-Optimierung
- Dynamic Routing basierend auf aktuellen Beständen
- Integration mit Pick-by-Light
- Machine Learning für kontinuierliche Verbesserung
AI-Slotting Engine
- Predictive Analytics für Artikel-Positionierung
- Seasonal Pattern Recognition
- Automatische Slotting-Empfehlungen
- ROI-Berechnung für Umräum-Aktionen
Performance Gamification
- Mitarbeiter-Leaderboards
- Achievement-System
- Team-Challenges
- Skill-Based-Matching
Kontinuierliche Verbesserung (KVP)
Analyse
- Performance-Daten sammeln
- Schwachstellen identifizieren
- Root-Cause-Analyse
- Benchmark-Vergleich
Ideenfindung
- Mitarbeiter-Feedback einbeziehen
- Best-Practice-Sharing
- Innovation Workshops
- Externe Benchmarks
Umsetzung
- Pilot-Projekte starten
- Change-Management
- Schulungen durchführen
- Monitoring etablieren
Validierung
- Ergebnisse messen
- ROI bewerten
- Lessons Learned dokumentieren
- Skalierung planen
- Ist-Bestand physisch prüfen
- Korrektur-Menge eingeben
- Grund dokumentieren
- Schichtführer informieren
Artikel nicht vorhanden
- Bestand aufgebraucht
- Falsche Lagerplatz-Zuordnung
- Artikel gesperrt oder beschädigt
- Inventur-Differenz
- Nachschub anfordern
- Alternative Lagerplätze prüfen
- Auftrag pausieren
- Disposition informieren
Bestätigung funktioniert nicht
- Taster defekt
- Verschmutzung
- Kommunikationsfehler
- Software-Hänger
- Taster reinigen
- Mehrfach drücken versuchen
- Alternative Bestätigung nutzen
- System-Neustart
Kommissionierungs-Optimierung
Optimierungsbereiche
Laufwege-Optimierung
Minimierung der zurückgelegten Wege durch intelligente Routenplanung
Kapazitäts-Optimierung
Optimale Auslastung der verfügbaren Arbeitsplätze und Mitarbeiter
Qualitäts-Optimierung
Reduzierung von Fehlern durch systematische Verbesserungen
Technologie-Integration
Einsatz moderner Technologien für höhere Effizienz
Laufwege-Optimierung
Zonenbildung
Aufteilung des Lagers in zusammenhängende Bereiche für effiziente Bearbeitung
- Reduzierte Laufwege zwischen Positionen
- Spezialisierung der Mitarbeiter auf Zonen
- Bessere Orientierung im Lager
- Parallelisierung von Kommissionier-Aufträgen
- ABC-Analyse für Zonenaufteilung
- Häufig genutzte Artikel in optimale Zonen
- Logische Gruppierung ähnlicher Artikel
- Flexible Zonengrenzen je nach Auftragslage
Batch-Picking
Gleichzeitige Bearbeitung mehrerer Aufträge in einem Durchgang
- Artikel-Batching: Gleiche Artikel für verschiedene Aufträge
- Zonen-Batching: Mehrere Aufträge in einer Zone
- Routen-Batching: Aufträge entlang optimaler Route
- Zeit-Batching: Aufträge mit ähnlichen Terminen
- 50-70% weniger Laufwege
- Höhere Picks per Hour
- Bessere Arbeitsplatz-Auslastung
- Reduzierte Kommissionier-Zeiten
Dynamische Routenplanung
Echtzeitoptimierung der Kommissionier-Routen basierend auf aktueller Situation
- Aktuelle Lagerplatz-Belegung
- Verkehrsdichte in Lagergängen
- Prioritäten und Termine
- Mitarbeiter-Standorte
- Ausrüstung-Verfügbarkeit
- Störungen und Wartungsarbeiten
- GPS-Navigation im Lager
- Algorithmus-basierte Optimierung
- Real-time Anpassung
- Mobile App-Integration
Kapazitäts-Optimierung
Lastverteilung
Gleichmäßige Verteilung der Arbeitsbelastung auf verfügbare Ressourcen
- Arbeitsplatz-Auslastung kontinuierlich überwachen
- Aufträge dynamisch auf verfügbare Mitarbeiter verteilen
- Spitzenzeiten durch Vorverlagerung entschärfen
- Flexible Arbeitszeit-Modelle implementieren
- Auslastung pro Arbeitsplatz (%)
- Warteschlangen-Länge
- Durchschnittliche Wartezeiten
- Peak-Load-Zeiten
Performance-Monitoring
Kontinuierliche Überwachung und Analyse der Leistungskennzahlen
- Live-Dashboard für Produktivität
- Automatische Alerts bei Abweichungen
- Trend-Analysen für Vorhersagen
- Benchmark-Vergleiche
- Coaching bei Leistungsabweichungen
- Zusätzliche Schulungen anbieten
- Arbeitsplatz-Ergonomie optimieren
- Belohnungssysteme für Top-Performer
Ressourcen-Flexibilität
Flexible Einsatzplanung von Personal und Ausrüstung
- Bessere Reaktionsfähigkeit
- Reduzierte Überstunden
- Höhere Mitarbeiter-Zufriedenheit
- Kostenoptimierung
Qualitäts-Optimierung
Fehlerprävention
Doppel-Kontrollen
Vier-Augen-Prinzip bei kritischen Artikeln oder Großaufträgen
Barcode-Validierung
Automatische Prüfung durch Scannen bei jeder Entnahme
Waagen-Kontrolle
Gewichtsbasierte Verifikation der entnommenen Mengen
Kontinuierliche Schulung
Regelmäßige Weiterbildung und Auffrischung der Kompetenzen
Fehleranalyse
1. Fehler-Erfassung
Systematische Dokumentation aller Abweichungen
2. Ursachen-Analyse
Root Cause Analysis zur Identifikation der Grundursachen
3. Kategorisierung
Einordnung nach Fehlertyp, Häufigkeit und Auswirkung
4. Maßnahmen-Ableitung
Entwicklung gezielter Verbesserungsmaßnahmen
5. Implementierung
Umsetzung und Erfolgskontrolle der Maßnahmen
Qualitäts-KPIs
Zukunftstechnologien
Voice-Picking
Sprachgesteuerte Kommissionierung für freihändige Bedienung
- Beide Hände frei für Artikel-Handling
- Reduzierte Ablenkung
- Mehrsprachige Unterstützung
- Lärmreduzierte Arbeitsplätze
Augmented Reality
AR-Brillen für visuelle Wegführung und Informationsanzeige
- 3D-Navigation durch das Lager
- Visuelle Überlagerung von Informationen
- Interaktive Arbeitsanweisungen
- Integrierte Schulungs-Unterstützung
Robotik-Integration
Kollaborative Roboter zur Unterstützung der Kommissionierung
- Autonome mobile Roboter (AMR)
- Kollaborative Pick-Roboter
- Automatisierte Sortierung
- Intelligente Transportwagen
Künstliche Intelligenz
KI-gestützte Optimierung und Vorhersage
- Predictive Analytics für Bedarfsprognosen
- Machine Learning für Routenoptimierung
- Automatische Anomalie-Erkennung
- Intelligente Auftragsreihenfolge